BAST Kühlwasserrechner
Wasserrechtliche Auflagen betreffen unter anderem den Einfluss der Wärmeeinleitung auf den Fluss als Biosphäre. Hierzu müssen mehr oder weniger komplexe, nicht direkt messbare Größen überwacht werden. Ferner ist eine Minimierung der Kühlkosten möglich, wenn die Rückkühlung zwischen Kühlturm und Flusswasser aufgeteilt werden kann.
Die Einleitung von Abwärme in Flusswasser muss mindestens aus zwei Gründen überwacht werden:
- wasserrechtliche Auflagen begrenzen die Wärmemenge
- es gibt ein Optimierungspotential in der Energiebilanz der Anlage
Die Erfassung der Messdaten, Berechnungen und Datenspeicherung erfolgen durch den BAST Rechner, der in das Rechnernetz der Anlage eingebunden ist. Der Rechner kommuniziert über das öffentliche Telefonnetz mit den Außenstationen, welche die Messdaten für Zulauf und Ablauf, für das Flusswasser und die Wetterdaten erfassen. Zusätzlich benötigte Anlagendaten werden vom und BAST Ergebnisdaten werden zum Prozessrechnersystem des Kraftwerkes über das Anlagennetz übertragen. Die Benutzer haben Zugriff auf BAST über das Büronetz.
Die BAST Software berechnet neben weiteren Größen die so genannte Basis-Temperatur. Dies ist die (fiktive) Temperatur des Flusswassers an der Referenzmessstelle 15 km stromab bei konstanten hydrologischen und meteorologischen Bedingungen ohne Wärmeeinleitung durch das Kraftwerk. Die Temperaturdifferenz zwischen der gemessenen Wassertemperatur und der Basistemperatur ist begrenzt. Der Grenzwert hängt von den aktuellen hydrologischen und meteorologischen Bedingungen ab.
Für die Steuerung des Rückkühlsystems erfolgt eine Prognose der Temperaturdifferenz für den Zeitpunkt, an dem das Flusswasser die Referenzmessstelle 15 km stromab erreicht, mittels eines Künstlichen Neuronalen Netzes.
