WMM - Workflowmanagementsystem mit elektronischer Signatur
Das GOVERNIKUS-basierte Workflow-Managementsystem wurde für das Land Sachsen-Anhalt im Rahmen einer Pilotlösung zur Einführung der Elektronischen Signatur entwickelt. Grundsätzlich kann das Verfahren in jedem Bereich eingesetzt werden, in dem ein dokumentenbasierter Arbeitsablauf existiert und elektronisch signiert werden soll.
Das System besteht aus folgenden Komponenten
- Governikus 2 (Bremen Online Services)
- Oracle 9i Datenbank (Oracle)
- Java-basiertes Servermodul
- Java-basierte Clientanwendung
- Administrationswerkzeug zur Stammdatenpflege
- Formular- und Dokumentenserver
- Konfigurierbare Schnittstelle zu Drittsystemen
Das System ist insoweit mandantenfähig, als dass es von verschiedenen Fachverfahren gleichzeitig genutzt werden kann. Für jedes Fachverfahren kann ein Arbeitsablauf basierend auf
- Teilnehmern am Fachverfahren
- abstrakten Dokumenten
- Arbeitsschritten als Operationen auf den Dokumenten definiert werden. In Abhängigkeit vom Erfolg der Operation können zu jedem Arbeitschritt mehrere alternative Folgeschritte definiert werden.
Jeder Teilnehmer am Fachverfahren bekommt seine Arbeitsaufgaben in Abhängigkeit von den ihm zugewiesenen Rollen in einer persönlichen Bearbeitungsliste zugeteilt. Jeder Schritt wird mittels qualifizierter elektronischer Signatur abgeschlossen. Die Datenübertragung erfolgt verschlüsselt über OSCI.
Das System unterstützt die Erstellung von Dokumenten auf der Basis von Formularvorlagen, die im System abgelegt sind. Darüber hinaus gibt es eine Schnittstelle zu Drittsystemen, über die Dokumente extern eingeschleust werden. In Sachsen-Anhalt wird das genutzt, um aus einer vorhandenen Fachanwendung erzeugte Bescheide automatisch in das System übernehmen zu können. Darüber hinaus wird die Drittsystem-Schnittstelle dazu genutzt, um Daten aus Formularen zu lesen und weiter zu verarbeiten.
Das System kann sowohl von der Behörde über das Landesnetz als auch von den Antragstellern über das Internet genutzt werden.
