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Karl-Friedrich Pötter
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CUKA - Computergestütztes Kalibriersystem

CUKA ist ein webbasiertes Programmsystem zur Verwaltung und Dokumentation von Kalibrieraufträgen und -daten und zur Unterstützung der Kalibriertätigkeit für Labormessgeräte, reinraumtechnische Einrichtungen und Anlagen vor Ort. Die zentrale Kalibrierverwaltung (ZKV) ermöglicht das Konfigurieren und Planen von Kalibrieraufträgen, die dann zum portablen Kalibriersystem (POKAS) übertragen werden. In der zentralen Kalibrierverwaltung werden auch allgemeine Stammdaten wie Prüfmittel, Mitarbeiter, Maßeinheiten oder Arbeitsanweisungen verwaltet. Die Zuordnung der Aufträge erfolgt mitarbeiter- und arbeitsgruppenbezogen. Durchgeführte Kalibrierungen können statistisch ausgewertet werden. Die Dokumentation zu erledigten Aufträgen wird durch CUKA erstellt.

CUKA unterstützt die Forderungen der amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA an ein computerisiertes System zur Speicherung von electronic records (21 CFR Part 11 – Electronic Records and Signatures Rule). So gehört ein Aufzeichnen erfolgloser Anmeldeversuche ebenso zum Funktionsumfang wie ein umfassender AUDIT TRAIL, mit dem jede Änderung auf dem Datenbestand verfolgt werden kann.

Das portable Kalibriersystem POKAS ist auf einem Laptop installiert und dient dem Kalibriertechniker vor Ort bei der Durchführung seiner Tätigkeiten. Dazu werden der Auftrag mit allen Detaildaten und die dazugehörigen Arbeitsanweisungen aus dem zentralen Kalibriersystem übertragen. Die erfassten Werte werden in POKAS eingetragen, nach vorgegebenen Algorithmen ausgewertet und mit zulässigen Werten verglichen. POKAS zeigt dann an, ob sich die Werte im „Gutbereich“ befinden, oder ob eine Nachjustierung erforderlich ist. Neben der Unterstützung der Kalibriertätigkeit erlaubt das System Auswertungen bezüglich der Qualität und der Langzeitstabilität der eingesetzten Komponenten. Statistiken und ein grafisches Trending geben Aufschluss über das Fehlerverhalten einer Anlage. Werden zu kalibrierende Objekte erkannt, die zum Kalibrierzeitpunkt häufig an oder außerhalb der Toleranzgrenze sind, werden die Intervalle verkürzt. Damit wird das Risiko des Auftretens von Qualitätsproblemen beim jeweiligen Prozess minimiert. Umgekehrt  wirken sich bei stabilen Systemen Verlängerungen der Intervalle positiv auf die Instandhaltungskosten aus.